Das Büro- und Verwaltungsgebäude der Keis-Verwaltung Mainz-Bingen wird in einer klimagerechten Holzbauweise errichtet.

Auf einer Nutzfläche von ca. 5.000 Quadratmetern entstehen 250 neue Arbeitsplätze. 

20. November 2020

Die Interimsgebäude zur Auslagerung der Schüler und Lehrer wurden aufgestellt. Der Innenausbau folgt.

07. MAI 2020

Aus schwindelerregender Höhe blicken wir auf den fortschreitenden Rohbau der Sekundarschule in Bielefeld-Bethel.

WETTBEWERB | 1. PREIS

STÄDTEBAULICHE EINFÜGUNG UND ENTWURF

Der Neubau der Sekundarschule rahmt und schließt durch seinen L-förmigen Baukörper den neuen Hof des Schulcampus‘ und stellt gleichzeitig das neue Gesicht zum Quellenhofweg dar. Der neue Baukörper wird entlang der nordwestlichen Grundstücksgrenze (Zimmerei) und parallel zum Quellenhofweg in gleicher Flucht der vorhandenen Bebauung gestellt. Durch diese Anordnung gelingt eine neue große und gemeinsam nutzbare Schulhoffläche – der neue Schulcampus. Der neue Eingang zur Sekundarschule Bethel und zum Schulcampus ist vom Quellenhofweg geplant. Der Baukörper erhält hier eine markante und transparente Fassade.

Im Erdgeschoss werden Forum, Lehrküche, Musik und Werken im südöstlichen Gebäudeteil untergebracht. Im Nordwesten sind auf „kurzem Weg“ Verwaltung und Lehrerbereich angeordnet. Dem Besucher erschließt sich vom Eingang, über eine optische und bauliche Achse, das gesamte Schulareal. Im Obergeschoss sind über dem Lehrerbereich die Fachunterrichtsräume der Sekundarschule angeordnet. Informatik, Kunst und Bibliothek sind südöstlich im Obergeschoss geplant.

Der nordwestliche Baukörper beherbergt im Erdgeschoss die Klassenräume: drei Cluster mit jeweils vier Klassen, den Differenzierungsräumen und großzügigen Aufenthaltsbereichen. Vor dem Gebäuderiegel sind, entlang der äußeren Erschließungsachse, die „grünen Klassenzimmer“ geplant. Diese können im Sommer als zusätzliche Unterrichtsfläche genutzt werden. Vom Schulhof aus lassen sich die drei Cluster direkt erschließen und erhalten dadurch eine eigene Adresse. Dies fördert die Identifikation und stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Im Südwesten schließt das Gebäude zweigeschossig mit den Unterrichtsräumen für das Gymnasium ab. Die Wegeverbindung zu den Bestandsgebäuden des Gymnasiums, zum Sportbereich und zur Mensa erfolgt hier barrierefrei und ebenerdig im Obergeschoss. Der Gebäudeteil, der dem Gymnasium zugeordnet ist, liegt als gesonderter Baukörper mit eigener WC-Anlage im Obergeschoss, was eine separate Abrechnung der Bau- und Unterhaltskosten ermöglicht.

Der Höhenversprung zwischen neuem Schulcampus und Bestand wird in den Außenanlagen mit einer großzügigen Treppe entlang der Sicht- und Erschließungsachse überbrückt. Der Geländeformation folgend, ist ein Rampenweg und für kurze Wege im Südosten eine kleine Treppe geplant. Die gemeinsam nutzbaren Außenflächen richten sich zu den Bestandsgebäuden aus. Der interne Schulhof der Sekundarschule wird zwischen neuem Schulcampus, Schulgarten und Neubau verortet.

Die naturwissenschaftlichen Räume der Sekundarschule und des Gymnasiums teilen sich, durch ihre Lage im Obergeschoss, eine gemeinsame Dachterrasse. Diese bietet die Möglichkeit auch zu Unterrichtszwecken genutzt zu werden, um sich beispielweise mit erneuerbaren Energien zu beschäftigen und das Bewusstsein für Ökologie und Nachhaltigkeit zu stärken. Im Erdgeschoss sind die Unterrichtsbereiche vorgesehen, in denen Kommunikation und Bewegung herrscht, während ruhigere Fachräume, wie Kunst, Informatik, Naturwissenschaften und Bibliotheksbereiche im Obergeschoss angeordnet sind.

Das Farbleitsystem soll sich entsprechend dieser Thematik ausbilden. So sollen die kommunikativen Räume gelbliche Farbtöne erhalten, die die Arbeitsfreude und die Kommunikation fördern, und ruhigere Räume eher in Grün-Blau-Nuancen ausgebildet werden, die entspannend und konzentrationsfördernd sind. Von Nordwesten steigt der Quellenhofweg nach Südwesten hin an. Dem Quellenhofweg folgend, wird die Zufahrt für Eltern über „Kiss&Ride“- Plätze geregelt. Die zukünftigen Stellplätze werden südwestlich angeordnet. Von hier aus erfolgt die Anlieferung für Lehrküche, Forum und Werkräume.

ENERGIE

Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über eine Luftwärmepumpe. Die Stromversorgung wird durch Photovoltaikanlagen unterstützt. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang die Wärme-verteilung über eine Fußbodenheizung. Es ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für den notwendigen Luftwechsel geplant. Die Technikräume werden im Kellergeschoss untergebracht.

KONSTRUKTION UND FASSADE

Angedacht ist eine konventionelle Bauweise mit tragenden Bauteilen aus Stahlbeton, Mauerwerk und einer Vorhangfassade aus keramischem Plattenmaterial. Farbige Fensterelemente spiegeln das Farbleitsystem und die Nutzungsbereiche des Gebäudes wieder.

Veröffentlichungen:

Competitionline:  www.competitionline.com/buero/architekten-hs/wettbewerbe

Bethel:  www.bethel.de/aktuelles/aktuelles-detail/artikel/sieger-entwurf-fuer-neue-sekundarschule-gekuert.html?no_cache=1&cHash=f7bf1f77a4acb779f3a2ed6c967f3d97

Westfalen Blatt: www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/3281129-Architektenwettbewerb-zur-neuen-Sekundarschule-Bethel-ist-entschieden-Neubau-statt-Aufloesung

Im Mai 2017 wurde der neue Rossmann-Markt in Gronau Leine eröffnet. Neben Rossmann befindet sich in dem Gebäude eine Filiale der Bäckerei Biel's Backhaus, welche bereits Ende April vorzeitig eröffnete. Der eingeschossige Neubau mit insgesamt ca. 1.200 m² Nettofläche wurde auf dem ehemaligen Mastenlagerplatz zentral in Gronau errichtet.

Am 05. Oktober 2017 wurde feierlich der Grundstein für das Wohn- und Geschäftshaus in der Karl-Marx-Straße 23 in Königs Wusterhausen mit insgesamt rund 4.000 m² Grundfläche gelegt. Bauherr ist die Dirk Rossmann Immobilien und Grundbesitz GmbH. Das dreigeschossige, elf Meter hohe Wohn- und Geschäftshaus beherbergt einen Rossmann-Drogeriemarkt sowie zwei weitere Geschäfte. In den neuen Büroräumen der Obergeschosse wird die Lokalredaktion der Märkischen Allgemeinen Zeitung ihren Sitz haben. Es sind zehn Wohnungen mit Größen von rund 50 bis 80m² geplant, im Untergeschoss entsteht eine Tiefgarage für die Mieter.

Mit den Bauarbeiten wurde im August 2017 begonnen, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2019 geplant.

Presse: http://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Grundsteinlegung-fuer-das-Rossmann-Haus

Fotos: Gerlinde Irmscher, Frank Pawlowski, Ulrich Kannenberg

WETTBEWERB | Anerkennung

Anfang des Jahres hat die Stadt Burgdorf einen Wettbewerb für den Neubau eines Familienzentrums ausgelobt. Neben einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Seminarraum  sollen weiterhin Flächen für zwei Krippenräume und drei Kindergartenräume entstehen. Das gesamte Raumprogramm umfasst eine Nutzfläche von ca. 900 m². Auf dem zu beplanenden Grundstück von ca. 4.700 m² sollen neben einer ausreichend großen Außenspielfläche auch Verkehrsflächen zum Bringen und Abholen der Kinder vorhanden sein.

Entwurfsidee

Der Entwurf zum Familienzentrum ‚Frühlingswald‘ ist geprägt durch seine ländliche Lage, seine gemischte Nutzung sowie dem Wunsch eines klaren, offenen und transparenten Gebäudes. Innerhalb eines offenen, der Stadt zugewandten Familienzentrums, entsteht ein geschützter Raum für eine Kindertagesstätte. Im eingeschossigen Familienzentrum liegt die Kindertagesstätte im westlichen, das Familienzentrum im östlichen Gebäudeteil. Zwei Hauptachsen im Gebäude dienen als Blick- und Bewegungsachsen. Sie schaffen eine visuelle und funktionale Verbindung durch das Gebäude. Die Achsen betonen durch gezielte Öffnung einen Bezug zum Außenraum.

Achsen

Im eingeschossigen Familienzentrum liegt die Kindertagesstätte im westlichen, das Familienzentrum im östlichen Gebäudeteil. Zwei Hauptachsen im Gebäude dienen als Blick- und Bewegungsachsen. Sie schaffen eine visuelle und funktionale Verbindung durch das Gebäude. Die Achsen betonen durch gezielte Öffnung einen Bezug zum Außenraum. Durch die Längsachse, beginnend im Foyer des Familienzentrums, erfasst man das gesamte Gebäude. Durch eine Glastrennwand zwischen Familienzentrum und KiTa kann der gesamte Raum visuell erfasst werden. In den einzelnen Bereichen dient die Achse einerseits als Bewegungsachse, anderseits im Atrium, im Garderobenbereich und im Speiseraum als gruppenunabhängige Kommunikationsfläche. Die Querachse am Eingang der KiTa ermöglicht einen Blickbezug durch den Bewegungsraum direkt in den Außenbereich. Sie schafft eine Verbindung des KiTa Eingangs über das Atrium und den zentralen Bewegungsraum zum Garten.

Atriumgarten und Frühlingswald

Das Gebäude ist die schützende Hülle – der Wald. Das Atrium der geschützte innere Bereich – die Waldlichtung. Baumwipfel werden durch die unregelmäßig gesetzten Oberlichter abstrahiert und imitieren den punktuellen Lichteinfall auf den Waldboden. Die Oberlichter erwecken in der Dachaufsicht den Eindruck einer natürlich gewachsenen Struktur. Durch die sich zusammenfügenden gestalterischen Elemente ergibt sich der Frühlingswald.

Außenraum

Die ca. 1.400 m² Außenfläche ist in zwei Außenbereiche gegliedert, das Atrium sowie  in einen großen Außenspielbereich, der in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt ist. Durch das verschieben eines Gebäudeteils sowie durch das Baumhaus am Ende der Querachse, wird der Außenraum in Krippen- und Kindergartenbereich zoniert. Längs des Gebäudes liegt ein Entdeckungspfad mit unterschiedlichen Belägen. So befinden sich  Sandflächen, ein Trampolin oder Teerflächen zum Malen mit Kreide auf ihm. Ein weiterer Weg schlängelt sich über den Pfad und um Spielgeräte. Er ist selbst mit Besonderheiten wie Kriechrohren in der Erde oder ähnlichem gespickt und bietet die Möglichkeit zum Verstecken und Entdecken. Eingefasst von einer unregelmäßig gewachsenen Hecke ist der Außenbereich für die Kinder Schutz und Freiraum zugleich.

Plakat

WETTBEWERB | Engere Wahl

Neubau der Hauptverwaltung für die Continental AG, Hannover

Die Continental AG hat im Oktober 2016 einen nicht offenen hochbaulichen Reasilierungswettbewerb ausgelobt. 14 Architekturbüros wurden von der Ausloberin ausgewählt bei dem Wettbewerb teilzunehmen. Anlass und Ziel war der Neubau der Hauptverwaltung für die Continental AG. Die neue Hauptverwaltung soll auf zwei Baufeldern nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee entwickelt werden. Die Verbindung der zwei Grundstücke soll durch eine Brücke über die Hans-Böckler-Allee sichergestellt werden. Ziel ist es ein Büro- und Verwaltungsgebäude für ca. 1.250 Mitarbeiter auf knapp 38.000m² BGF zu realisieren.

Städtebauliche Idee

Die städtebauliche Idee interpretiert den Campusgedanken neu. Die Gebäude werden entlang der städtebaulichen Raumkanten nach außen klar platziert. Auf den beiden Grundstücken entstehen große, ruhige Innenhöfe: Urbane Oasen. Zu den Höfen werden die Gebäudekanten dynamisch, den internen Bewegungsmustern der räumlichen Anordnung folgend, ausgebildet. Ein für den Ort und die Nutzung angemessenes Gebäudeensemble entsteht. Zentral, mittig in den Höfen werden die beiden Foyers verortet. Verbindendes Element zwischen den Foyers ist die Brücke, die sich hell, transparent und elegant über die Hans-Böckler-Allee spannt.

Gebäudeorganisation

Das 2.Obergeschoss mit verbindender Brücke, dem Boulevard, dient als Verteiler- und Kommunikationsebene. Sie ist die Lebensader sowie Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens der ‘Contiwelt‘. Hier finden die Mitarbeiter alle Informationen, Daten und Nachrichten zum Tagesgeschäft. Die konsequente Wegeführung über den ‘Boulevard‘ fördert den Wissenstransfer der Mitarbeiter über die verschiedenen Abteilungen hinweg. Die Kommunikationsebene beinhaltet Konferenzräume, Aufenthaltsbereiche und Coffee-Corners.

Erschließung / Landschaftsplanung

Die einzelnen Bürogebäude sind jeweils über Terrassen an einen der Campushöfe angebunden. Die als Ruhebereiche eingefügten Hofinseln aus Sitzterrassen, Vegetationsfeldern und Rasenflächen beleben die Campushöfe und bieten Nischen zum Erholen, Treffen und Besprechen. Die Hofinseln durchziehen die Foyers der beiden Gebäudekomplexe und bilden somit über die Einzelhöfe hinweg einen prägenden sowie zusammenhängenden floralen Teppich. Ähnlich den Lichtungsrändern des Waldes, die einen großen Strukturreichtum und eine hohe Artenvielfalt aufweisen, entstehen an den räumlichen Grenzen zwischen Innen- und Außenraum lebendige Zonen der Kommunikation. Glasfassaden, Brücken, Stege, Terrassen und Treppen erzeugen die Maximierung dieser Randbereiche und schaffen das Fundament von Kreativität aus Räumen stetiger Begegnung und des ungezwungenen gegenseitigen Austausches.

Bild 6

Bundesweit findet der Tag der Architektur immer am letzten Sonntag im Juni statt. Interessante Gebäude öffnen dann ihre Türen, die Architekten führen die Besucher durch die Räume, erklären die Baukunst und beantworten Fragen. Auch wir sind in diesem Jahr wieder mit einem Gebäude in Niedersachsen vertreten. Das im April diesen Jahres fertiggestellte Bürogebäude der Firma relog in Kleinburgwedel wird am 25.06. für Führungen geöffnet sein.

Führungen:

Um 10, 12, 14 und 16 Uhr

Wir freuen uns über viele Besucher und Architekturinteressierte!

Adresse:

Albrecht-Thaer-Ring 23

30938 Kleinburgwedel

Bauherr: Ludwig Busse GmbH & Co. KG - relog

Link zum Tag der Architektur:

https://www.aknds.de/4789.html?&tx_vcakndstda2014_pi1%5Bdetail_uid%5D=2443

Am 8. April 2017 wurde der neue Rossmann Markt in Schotten eröffnet. Das Grundstück liegt im Herzen der kleinen Stadt Schotten, nicht weit entfernt von den bekanntesten Stadtmerkmalen. Das Gebäude ist zweigeschossig mit einer Verkaufsfläche von knapp 770m². Mit seiner eleganten Holzfassade fügt sich das Objekt harmonisch in die Umgebung ein.

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