WETTBEWERB   /Anerkennung/

 

Anfang des Jahres hat die Stadt Burgdorf einen Wettbewerb für den Neubau eines Familienzentrums ausgelobt. Neben einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Seminarraum  sollen weiterhin Flächen für zwei Krippenräume und drei Kindergartenräume entstehen. Das gesamte Raumprogramm umfasst eine Nutzfläche von ca. 900 m². Auf dem zu beplanenden Grundstück von ca. 4.700 m² sollen neben einer ausreichend großen Außenspielfläche auch Verkehrsflächen zum Bringen und Abholen der Kinder vorhanden sein.

Entwurfsidee

Der Entwurf zum Familienzentrum ‚Frühlingswald‘ ist geprägt durch seine ländliche Lage, seine gemischte Nutzung sowie dem Wunsch eines klaren, offenen und transparenten Gebäudes. Innerhalb eines offenen, der Stadt zugewandten Familienzentrums, entsteht ein geschützter Raum für eine Kindertagesstätte. Im eingeschossigen Familienzentrum liegt die Kindertagesstätte im westlichen, das Familienzentrum im östlichen Gebäudeteil. Zwei Hauptachsen im Gebäude dienen als Blick- und Bewegungsachsen. Sie schaffen eine visuelle und funktionale Verbindung durch das Gebäude. Die Achsen betonen durch gezielte Öffnung einen Bezug zum Außenraum.

Achsen

Im eingeschossigen Familienzentrum liegt die Kindertagesstätte im westlichen, das Familienzentrum im östlichen Gebäudeteil. Zwei Hauptachsen im Gebäude dienen als Blick- und Bewegungsachsen. Sie schaffen eine visuelle und funktionale Verbindung durch das Gebäude. Die Achsen betonen durch gezielte Öffnung einen Bezug zum Außenraum. Durch die Längsachse, beginnend im Foyer des Familienzentrums, erfasst man das gesamte Gebäude. Durch eine Glastrennwand zwischen Familienzentrum und KiTa kann der gesamte Raum visuell erfasst werden. In den einzelnen Bereichen dient die Achse einerseits als Bewegungsachse, anderseits im Atrium, im Garderobenbereich und im Speiseraum als gruppenunabhängige Kommunikationsfläche. Die Querachse am Eingang der KiTa ermöglicht einen Blickbezug durch den Bewegungsraum direkt in den Außenbereich. Sie schafft eine Verbindung des KiTa Eingangs über das Atrium und den zentralen Bewegungsraum zum Garten.

Atriumgarten und Frühlingswald

Das Gebäude ist die schützende Hülle – der Wald. Das Atrium der geschützte innere Bereich – die Waldlichtung. Baumwipfel werden durch die unregelmäßig gesetzten Oberlichter abstrahiert und imitieren den punktuellen Lichteinfall auf den Waldboden. Die Oberlichter erwecken in der Dachaufsicht den Eindruck einer natürlich gewachsenen Struktur. Durch die sich zusammenfügenden gestalterischen Elemente ergibt sich der Frühlingswald.

Außenraum

Die ca. 1.400 m² Außenfläche ist in zwei Außenbereiche gegliedert, das Atrium sowie  in einen großen Außenspielbereich, der in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt ist. Durch das verschieben eines Gebäudeteils sowie durch das Baumhaus am Ende der Querachse, wird der Außenraum in Krippen- und Kindergartenbereich zoniert. Längs des Gebäudes liegt ein Entdeckungspfad mit unterschiedlichen Belägen. So befinden sich  Sandflächen, ein Trampolin oder Teerflächen zum Malen mit Kreide auf ihm. Ein weiterer Weg schlängelt sich über den Pfad und um Spielgeräte. Er ist selbst mit Besonderheiten wie Kriechrohren in der Erde oder ähnlichem gespickt und bietet die Möglichkeit zum Verstecken und Entdecken. Eingefasst von einer unregelmäßig gewachsenen Hecke ist der Außenbereich für die Kinder Schutz und Freiraum zugleich.

 

Plakat