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Neubau der Hauptverwaltung für die Continental AG, Hannover

Die Continental AG hat im Oktober 2016 einen nicht offenen hochbaulichen Reasilierungswettbewerb ausgelobt. 14 Architekturbüros wurden von der Ausloberin ausgewählt bei dem Wettbewerb teilzunehmen. Anlass und Ziel war der Neubau der Hauptverwaltung für die Continental AG. Die neue Hauptverwaltung soll auf zwei Baufeldern nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee entwickelt werden. Die Verbindung der zwei Grundstücke soll durch eine Brücke über die Hans-Böckler-Allee sichergestellt werden. Ziel ist es ein Büro- und Verwaltungsgebäude für ca. 1.250 Mitarbeiter auf knapp 38.000m² BGF zu realisieren.

Städtebauliche Idee

Die städtebauliche Idee interpretiert den Campusgedanken neu. Die Gebäude werden entlang der städtebaulichen Raumkanten nach außen klar platziert. Auf den beiden Grundstücken entstehen große, ruhige Innenhöfe: Urbane Oasen.
Zu den Höfen werden die Gebäudekanten dynamisch, den internen Bewegungsmustern der räumlichen Anordnung folgend, ausgebildet. Ein für den Ort und die Nutzung angemessenes Gebäudeensemble entsteht. Zentral, mittig in den Höfen werden die beiden Foyers verortet. Verbindendes Element zwischen den Foyers ist die Brücke, die sich hell, transparent und elegant über die Hans-Böckler-Allee spannt.

Gebäudeorganisation

Das 2.Obergeschoss mit verbindender Brücke, dem Boulevard, dient als Verteiler- und Kommunikationsebene. Sie ist die Lebensader sowie Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens der ‘Contiwelt‘. Hier finden die Mitarbeiter alle Informationen, Daten und Nachrichten zum Tagesgeschäft. Die konsequente Wegeführung über den ‘Boulevard‘ fördert den Wissenstransfer der Mitarbeiter über die verschiedenen Abteilungen hinweg. Die Kommunikationsebene beinhaltet Konferenzräume, Aufenthaltsbereiche und Coffee-Corners.

Erschließung / Landschaftsplanung

Die einzelnen Bürogebäude sind jeweils über Terrassen an einen der Campushöfe angebunden. Die als Ruhebereiche eingefügten Hofinseln aus Sitzterrassen, Vegetationsfeldern und Rasenflächen beleben die Campushöfe und bieten Nischen zum Erholen, Treffen und Besprechen. Die Hofinseln durchziehen die Foyers der beiden Gebäudekomplexe und bilden somit über die Einzelhöfe hinweg einen prägenden sowie zusammenhängenden floralen Teppich. Ähnlich den Lichtungsrändern des Waldes, die einen großen Strukturreichtum und eine hohe Artenvielfalt aufweisen, entstehen an den räumlichen Grenzen zwischen Innen- und Außenraum lebendige Zonen der Kommunikation. Glasfassaden, Brücken, Stege, Terrassen und Treppen erzeugen die Maximierung dieser Randbereiche und schaffen das Fundament von Kreativität aus Räumen stetiger Begegnung und des ungezwungenen gegenseitigen Austausches.

Status: Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

Ort: Hannover (DE)

Bauherr: Continental AG

Fläche BGF: 48.000 m²

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