Im Rahmen eines Wettbewerbs ist ein Entwurf für eine Kindertagesstätte in St. Gallen an der Sömmerliwiese entstanden.

Leitbild des Entwurfes ist der Wald. Dieser bietet Schutz und ist Spielplatz zugleich und vermittelt den Kindern ein Gefühl von Sicherheit. Wie im Wald getobt und zwischen den Bäumen gerannt und gespielt wird, so geschieht dies auch zwischen den Stützen. Die Pusteblume wiederum steht für Leichtigkeit und Freiheit. Die Kinder können sich in der Tagesbetreuung frei entfalten und finden zahlreiche Spielmöglichkeiten und besondere Orte vor. Ein weiteres Gestaltungselement ist die Wand zu den Gruppenräumen. Wie ein Möbel stellt sich diese in den Raum und beherbergt Sitznischen, kleine Verstecke, Kuschelecken, Stauraum und Rückzugsorte. Die Gruppenräume wiederum sind flexibel schaltbar. So lassen sich zwei oder alle drei Räume zu einem zusammenführen, je nach Bedarf und Gruppengröße.

Die beiden Gebäudeteile positionieren sich am Rande der Sömmerliwiese und fügen sich in die städtebauliche Struktur ein, sowohl in ihrer Größe und Geschossigkeit, als auch durch ihre asymmetrische Dachneigung. Der dreigeschossige Baukörper funktioniert autark, so dass der zweigeschossige Bau auch erst in einem zweiten Bauabschnitt realisiert werden kann. Für die ganz Kleinen ist ein geschützter Spielbereich zwischen den Baukörpern vorgesehen. Durch großzügige Fensteröffnungen haben die Betreuer einen guten Überblick über das Geschehen draußen auf der Wiese.

Die Gebäude kommen ohne Wärmedämmung in den Außenwänden aus. Durch große Wandstärken wird eine natürliche und träge Speichermasse erzeugt, welche über einen langsamen Wärmefluss verfügt und somit eine konstante Temperierung der Räume im Sommer wie im Winter hervorruft.

Die Fassaden werden mit gelöschtem Kalk verputz, ebenso wie Teile der Innenwände. Im Innenraum wird für die Wandverkleidungen, Raummöbel und Bodenbeläge regionales Fichtenholz verwendet, um ein angenehmes Raumklima zu erzeugen und ein behagliches Gefühl zu vermitteln.