Der Entwurf wird als Verbindungsglied zwischen der Stadtstruktur, den grünen Parkflächen und der einmaligen Lage am Nil gesehen.
Landschaftsachsen und Wasserläufe durchziehen den Entwurf im Innen- und Außenraum. Diese Vegetations- und Wasserwege trennen einerseits die Nutzungsbereiche sind aber durch Stege miteinander verbunden. So entstehen interne Blickbezüge in den inneren Grünraum und die Räume werden belichtet und belüftet, ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Angelehnt an die arabische Hofarchitektur entsteht die Idee eines geschlossen wirkenden Baukörpers mit wenigen gezielten Öffnungen und einer introvertierten Ausrichtung und Hauptbelichtung. Die Fassade ist hierbei gestaltprägend und energetisch zugleich. Sie soll den klimatischen Bedingungen in Ägypten gerecht werden und für ein angenehmes Raumklima sorgen und möglichst ohne Klimaanlagen auskommen.
Die Deutsche Botschaft suggeriert Stärke und Sicherheit, durch die grobe steinerne Hülle, und heißt dennoch den Besucher willkommen. Ein offener Vorplatz, der durch ein schwebendes Gründach geschützt ist, lädt zum Verweilen ein und empfängt durch eine großzügige Geste.
Der Baukörper repräsentiert Deutschland durch eine klare und kraftvolle Formsprache, integriert sich aber dennoch in die städtebauliche Struktur Kairos. Die ortsbezogene Materialität und Haltung betten den Entwurf wie selbstverständlich ein.